Blutegeltherapie


Der medizinische Blutegel – Hirudo medicinalis

Die Blutegeltherapie ist eine der ältesten Heilmethoden der überlieferten Medizingeschichte.

Erste Aufzeichnungen über seine medizinischen Wirkungen erfolgten vor ca. 3000 Jahren in indischen Schriften zur Heilkunde.

 

Das Speichelsekret des Egels enthält ca. 200 Substanzen,

wobei 11 heilsame Substanzen wissenschaftlich analysiert

und in ihrer Wirkung bestätigt wurden.

 

Die Substanzen wirken:

- entzündungshemmend
- antibiotisch
- durchblutungsfördernd
- blutreinigend
- entstauend

- krampflösend

- entspannend

- schmerzlindernd

- stimmungsaufhellend

Hieraus ergibt sich das die Blutegelbehandlung bei allen:

lokalen, gestauten, durchblutungs- und stoffwechselgestörten Prozessen angezeigt ist.

 

  Wie z.B.

- Krampfadern

- Schmerzen des Bewegungsapparates

- Tinnitus, u.v.m.

- weitere Behandlungsmöglichkeiten können Sie gern im Internet recherchieren, da aus rechtlichen Gründen keine weitere Aufzählung 

  erfolgen kann.

 

Die Wirkungen auf den gesamten Organismus sind vorwiegend sekundär und führen zur:

-          Verbesserung der Fließeigenschaft von Blut- und Lymphflüssigkeit sowie

-          Immunstimulierung und allgemeiner Gemütsaufhellung.

Der Biss des Blutegels wird wie ein Mückenstich oder die Berührung einer Brennnesselpflanze empfunden. Er saugt ca. 8 ml Blut und die gewünschte und erforderliche Nachblutung beträgt ca. 20 - 30 ml. Die Blutungszeit nimmt innerhalb von 24 Stunden kontinuierlich ab.

Durch die Nachblutung werden die Wundreinigung sowie die Schlackenausscheidung unterstützt. Sie wirkt entstauend und die Blutneubildung wird angeregt.

 

Die Anzahl der Blutegel richtet sich nach dem Erkrankungsfall.

Je akuter die Erkrankung, desto mehr Egel werden bei der Erstbehandlung angesetzt um viel Wirkstoff zukommen zu lassen.  

Bei chronischen Erkrankungen werden weniger Egel in einem kürzer stattfindendem Behandlungszeitraum angesetzt.

Blutegel kommen pro Behandlung nur einmal zur Anwendung. Im Anschluss stellen Sie im Tiefkühlschrank ihren Stoffwechsel ein und es erfolgt das Sterben des Tieres. Eine weitere Möglichkeit ist das Zurücksenden des Blutegels an die Blutegelfarm Bieberbach, hier werden die Tiere in einen "Rentnerteich"  gesetzt. Die Kosten hierfür trägt der Patient.


Kontraindikationen:

 

- Blutgerinnungsstörungen durch Medikamente (z.B. Marcumar)

- Blutern (Hämophilie), hämatologische Erkrankungen

- akuten Magen- und Darmgeschwüren

- Blutarmut

- Immunschwäche (Aids, Chemotherapie...)

- schweren chronischen Erkrankungen (fortgeschrittene Krebserkrankungen, Dialyse, u. a.)

- bekannten ausgeprägten Wundheilungsstörungen (z.B. bei schlecht eingestelltem Diabetes  mellitus, erhebliches Übergewicht- und   

  Untergewicht, Cortison - Dauertherapie)

- bekannten Allergien gegen Blutegel-Inhaltstoffe

- ausgeprägte Allergien, v. a. Eiweiße (Milch, Stiche, ...)

- Neigung zu überschießender Narbenbildung

- Einnahme von Immunsupressiva

- Schwangerschaft

- während der Menstruation.